Svenja Leiber erhält den Hebbel-Preis 2027
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, erhält den Hebbel-Preis 2027.
Seit dem Erscheinen ihres ersten Erzählbands Büchsenlicht (2005) hat Svenja Leiber die deutsche Gegenwartsliteratur um eine unverwechselbare Stimme bereichert. Ihr literarisches Interesse gilt den Fragen nach Identität, Geschichte, Verantwortung und (weiblicher) Selbstbestimmung, denen sie mit poetischer Tiefe nachspürt. Die unbekannten Orte und Landschaften, in denen die Romane angesiedelt sind, sind ein Speicher historischen Wissens, in dem Svenja Leiber Kapitel verdrängter Vergangenheit aufspürt und sie in eine eindringliche literarische Gegenwart überführt. In ihrem aktuellen Werk Nelka (2026) widmet sich die Autorin dem Schicksal zwangsverschleppter Frauen aus Osteuropa während der NS-Zeit. Mit einem besonderen Gespür für Details und großer sprachlicher Sorgfalt gelingt ihr das große Kunststück, die Frauen nicht erneut zu Opfern zu machen, sondern sie als Menschen zu bewahren.
Der mit 5000,- € dotierte Hebbel-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist der älteste Literaturpreis Schleswig-Holsteins. Er wird im Rahmen einer Feierstunde am 21. März 2027 im Hebbel-Museum Wesselburen (Dithmarschen) übergeben. Zu den bisherigen Trägern des Hebbel-Preises zählen u.a.: Feridun Zaimoglu, Dirk von Petersdorff, Karen Duve, Jochen Mißfeldt, Nis-Momme Stockmann, Berit Glanz, Svealena Kutschke und Caren Jeß.
Der Hebbel-Preis wird unterstützt von der Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank eG.
Die Pressemitteilung mit weiteren Informationen finden Sie hier


